| DE REDACTIE VAN APOSTOLISCHE KRITIEK WEBSITE ZAL ONDERSTAAND ARTIKEL IN DE NEDERLANDE VERTALING PLAATSEN ZONDAG 27 MAART OF EERDER
Warum nicht offen? |
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| Sepers kritisiert Lebers Kommunikationsniveau | |||||||||||||||||||||||||
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| glaubenskultur: Bruder
Sepers, gerade hat Ihnen der Pressesprecher der Neuapostolischen
Kirche International, Peter Johanning, in der Zeitung TROUW
entgegengehalten, Sie hätten Ihr Amt zu früh abgegeben, denn die
Kirche sei auf dem Weg, die Exklusivität abzulegen. Warum haben Sie
nicht noch gewartet, z.B. bis zum Stammapostelwechsel an Pfingsten? Gerrit Sepers: Das war ja keine Entscheidung, die so plötzlich entstand. Schon seit einiger Zeit hatte ich mir sehr tiefgehende Gedanken gemacht und dann letzten Sommer habe ich gespürt: jetzt ist der Zeitpunkt da, jetzt will ich einen umfangreichen Artikel an den Stammapostel verfassen, der meine Situation beschreibt. Sicher, ich hatte daran gedacht zu warten. Aber ich glaube, dass das System die Männer und Frauen - am meisten natürlich die Männer - gefangen halten kann und umgekehrt auch die Männer in ihren Ämtern das System gefangenhalten. Ich habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass eine einzelne Person nur sehr schwer Veränderungen in einem System bewirken kann. Man wird viel eher zu einem Opfer des Systems. Daher hatte ich keine Erwartung mehr, dass sich in der Zukunft noch alles ändern wird. gk: Peter Johanning hat aber genau das zum Ausdruck gebracht: Die Kirche bewege sich bereits in „allgemein christliche Richtung“ und die Exklusivität verschwimme. Haben Sie das zum Schluss ihrer aktiven Zeit vielleicht gar nicht mehr mitbekommen? Sepers: Wann immer ich meine Haltung zur Exklusivität an jemanden geschrieben und auch öfters angesprochen hatte, bekam ich nie eine ganz direkte Antwort. Als ich dann aber den erwähnten Brief geschrieben hatte, da sagte man mir ganz deutlich: das Apostelamt ist unbedingt heilsnotwendig. gk: Wer hat Ihnen diese Antwort gegeben? Sepers: Das vom Stammapostel beauftragte Gremium. Als ich diese Antwort in den Händen hielt, habe ich gesagt: Nicht mit mir! gk: Und in welchem Rahmen hatten Sie das Thema schon vor dem Sommer 2004 angesprochen? Sepers: Bei Projektgruppensitzungen, am Tisch mit dem Stammapostel oder auch über offiziele Wege. Viele wußten schon lange, dass ich diese Meinung vertrete. gk: Auf Ihr Interview bei naktuell.de hat Bezirksapostel Leber recht deutlich reagiert und einige Ihre Kritikpunkt aufgegriffen und seine Position dagegen gehalten. Verstehen Sie ihn z.B. wenn er sagt, Sie hätten ein viel zu liberales Bild von der Katholisch-Apostolischen Kirche gezeichnet? Sepers: Das habe ich ja nie behauptet. Offiziell hat die KAK immer deutlich gemacht, dass sie innerhalb des Christentums eine Bewegung aktivieren wollte, die das Wiederkommen Christi in den Mittelpunkt stellt. Und sie hat immer gesagt, dass sie nicht allein das Gebrauchsrecht für den Heiligen Geist besitzt. Das wird auch heute dort noch so vertreten. Die Katholisch-Apostolischen haben sogar in einigen ihrer Schriften des 19. Jahrhunderts zum Ausdruck gebracht, dass man nicht unter Juden evangelisieren soll - eine Position, die erst 1948 durch den Weltrat der Kirchen ebenfalls vertreten wurde. Da kann man schon sagen: die KAK war fortschrittlich. gk: Bezirksapostel Leber hat ihnen auch entgegengehalten, die KAK habe nie das Reich Gottes im Menschen finden wollen, so wie Sie es offenbar wollen. Sepers: Das war ein wenig hineininterpretiert. Das habe ich nie behauptet. Ich werfe ihm vor, dass er mit seiner Reaktion den Eindruck vermittelt, ich hätte viel über die KAK geredet. De facto ging es darum nur am Rand. Was mich auch sticht, ist, dass alle wichtigen Punkt, die ich genannt habe, gar nicht thematisiert werden. gk: Wie stehen Sie insgesamt zu dem Brief? Sepers: Es wäre fair gewesen, wenn er seine Publikation in Kopie auch an mich geschickt hätte. Von einem Wissenschaftler, das sage ich ganz offen, habe ich ein höheres Kommunikationsniveau erwartet. gk: Er hat ja befürchtet, er müsste mit Ihnen in Dialog treten ... Sepers: Nein, überhaupt nicht. Aber wenn man etwas so geheimnisvoll publiziert, dann erhält das von vorneherein so einen komischen Beigeschmack. Warum hat er nicht einfach geschrieben: „Gerrit, so und so denke ich darüber...“? gk: Würden Sie mit ihm trotzdem noch über die Inhalte sprechen wollen? Sepers: Natürlich. Wenn er den Mut dazu hat, ich bin dafür offen. |
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| gk, 2005-03-22 | |||||||||||||||||||||||||
| © glaubenskultur Verlag 1996-2005 | |||||||||||||||||||||||||
Kommentare aus dem gkForum optimister, 17.03., 11:07: Zitat: Peter Johanning, Sprecher der Neuapostolischen Kirche International, erklärt in dem Artikel, er sei nicht sonderlich erfreut, dass Lebers Brief öffentlich bekannt wurde. „Wir wollen durchaus eine Debatte über die Exklusivität unserer Kirche führen, allerdings hinter geschlossenen Türen“, so sein Statement. Der Pressesprecher des Stammapostels ging sogar soweit zu sagen: „Die Exklusivität verschwimmt. Gerrit Sepers ist wirklich ein paar Jahre zu früh gegangen. Hätte er nur gewartet, dann hätte er seinen Willen bekommen.“ Bitte? Was ist denn jetzt los? Soll das PJ wirklich gesagt haben? Zu früh gegangen? Exklusivität verschwimmt? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die KL hinter der Aussage steht.... Zwischenruf, 17.03., 11:17: Dazu sage ich nur: Es ist und bleibt für die nächsten Jahre spannend. LG, Z. tiramizu , 17.03., 11:54: ... dann dauert es anscheinend auch noch ein paar Jahre bis der Herr kommen kann, um all die Seinen - ob in der NAK oder sonstwo - zu sich nehmen zu können. Soll man das als Generalentwarnung für die nächsten Jahre annehmen oder für einen winzigen Einblick in behutsame Änderungsstrategien, die bereits heute für einige Jahre feststehen? Sorry, das klingt nach Politik und dabei wird mir zu viel taktiert, als dass man seinen Focus auf das Wesentliche lenkt. mkoch, 17.03., 12:24: hier die Übersetzung des TROUW-Artikel: http://www.glaubenskultur.de/artikel-509.html störenfried, 17.03., 12:29: Wundert euch die aussage von Johanning wirklich? Das habe ich schon vor 10 Jahren von meinem damaligen Jugend-PR zu hören bekommen auf so gut wie alle meine Vorschläge zur Reform und Verbesserung der Jugendarbeit. Und vieles, was ich damals vorschlug, wurde dann wirklich, natürlich von denen, die es zunächst verteufelten, umgesetzt, im Abstand von 3-5 Jahren Dieses Spiel spielt die NAK immer. Trotzdem wird sich irgendwann zeigen, was Gorbi sagte: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben..." |
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Bruder Sepers, gerade hat Ihnen der Pressesprecher der
Neuapostolischen Kirche International, Peter Johanning, in der
Zeitung TROUW entgegengehalten, Sie hätten Ihr Amt zu früh
abgegeben, denn die Kirche sei auf dem Weg, die Exklusivität
abzulegen. Warum haben Sie nicht noch gewartet, z.B. bis zum
Stammapostelwechsel an Pfingsten? Gerrit Sepers: Das war ja keine Entscheidung, die so plötzlich entstand. Schon seit einiger Zeit hatte ich mir sehr tiefgehende Gedanken gemacht und dann letzten Sommer habe ich gespürt: jetzt ist der Zeitpunkt da, jetzt will ich einen umfangreichen Artikel an den Stammapostel verfassen, der meine Situation beschreibt. Sicher, ich hatte daran gedacht zu warten. Aber ich glaube, dass das System die Männer und Frauen - am meisten natürlich die Männer - gefangen halten kann und umgekehrt auch die Männer in ihren Ämtern das System gefangenhalten. Ich habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass eine einzelne Person nur sehr schwer Veränderungen in einem System bewirken kann. Man wird viel eher zu einem Opfer des Systems. Daher hatte ich keine Erwartung mehr, dass sich in der Zukunft noch alles ändern wird. gk: Peter Johanning hat aber genau das zum Ausdruck gebracht: Die Kirche bewege sich bereits in „allgemein christliche Richtung“ und die Exklusivität verschwimme. Haben Sie das zum Schluss ihrer aktiven Zeit vielleicht gar nicht mehr mitbekommen? Sepers: Wann immer ich meine Haltung zur Exklusivität an jemanden geschrieben und auch öfters angesprochen hatte, bekam ich nie eine ganz direkte Antwort. Als ich dann aber den erwähnten Brief geschrieben hatte, da sagte man mir ganz deutlich: das Apostelamt ist unbedingt heilsnotwendig. gk: Wer hat Ihnen diese Antwort gegeben? Sepers: Das vom Stammapostel beauftragte Gremium. Als ich diese Antwort in den Händen hielt, habe ich gesagt: Nicht mit mir! gk: Und in welchem Rahmen hatten Sie das Thema schon vor dem Sommer 2004 angesprochen? Sepers: Bei Projektgruppensitzungen, am Tisch mit dem Stammapostel oder auch über offiziele Wege. Viele wußten schon lange, dass ich diese Meinung vertrete. gk: Auf Ihr Interview bei naktuell.de hat Bezirksapostel Leber recht deutlich reagiert und einige Ihre Kritikpunkt aufgegriffen und seine Position dagegen gehalten. Verstehen Sie ihn z.B. wenn er sagt, Sie hätten ein viel zu liberales Bild von der Katholisch-Apostolischen Kirche gezeichnet? Sepers: Das habe ich ja nie behauptet. Offiziell hat die KAK immer deutlich gemacht, dass sie innerhalb des Christentums eine Bewegung aktivieren wollte, die das Wiederkommen Christi in den Mittelpunkt stellt. Und sie hat immer gesagt, dass sie nicht allein das Gebrauchsrecht für den Heiligen Geist besitzt. Das wird auch heute dort noch so vertreten. Die Katholisch-Apostolischen haben sogar in einigen ihrer Schriften des 19. Jahrhunderts zum Ausdruck gebracht, dass man nicht unter Juden evangelisieren soll - eine Position, die erst 1948 durch den Weltrat der Kirchen ebenfalls vertreten wurde. Da kann man schon sagen: die KAK war fortschrittlich. gk: Bezirksapostel Leber hat ihnen auch entgegengehalten, die KAK habe nie das Reich Gottes im Menschen finden wollen, so wie Sie es offenbar wollen. Sepers: Das war ein wenig hineininterpretiert. Das habe ich nie behauptet. Ich werfe ihm vor, dass er mit seiner Reaktion den Eindruck vermittelt, ich hätte viel über die KAK geredet. De facto ging es darum nur am Rand. Was mich auch sticht, ist, dass alle wichtigen Punkt, die ich genannt habe, gar nicht thematisiert werden. gk: Wie stehen Sie insgesamt zu dem Brief? Sepers: Es wäre fair gewesen, wenn er seine Publikation in Kopie auch an mich geschickt hätte. Von einem Wissenschaftler, das sage ich ganz offen, habe ich ein höheres Kommunikationsniveau erwartet. gk: Er hat ja befürchtet, er müsste mit Ihnen in Dialog treten ... Sepers: Nein, überhaupt nicht. Aber wenn man etwas so geheimnisvoll publiziert, dann erhält das von vorneherein so einen komischen Beigeschmack. Warum hat er nicht einfach geschrieben: „Gerrit, so und so denke ich darüber...“? gk: Würden Sie mit ihm trotzdem noch über die Inhalte sprechen wollen? Sepers: Natürlich. Wenn er den Mut dazu hat, ich bin dafür offen. |
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| © glaubenskultur Verlag 1996-2005 | |
Kommentare aus dem gkForum optimister, 17.03., 11:07: Zitat: Peter Johanning, Sprecher der Neuapostolischen Kirche International, erklärt in dem Artikel, er sei nicht sonderlich erfreut, dass Lebers Brief öffentlich bekannt wurde. „Wir wollen durchaus eine Debatte über die Exklusivität unserer Kirche führen, allerdings hinter geschlossenen Türen“, so sein Statement. Der Pressesprecher des Stammapostels ging sogar soweit zu sagen: „Die Exklusivität verschwimmt. Gerrit Sepers ist wirklich ein paar Jahre zu früh gegangen. Hätte er nur gewartet, dann hätte er seinen Willen bekommen.“ Bitte? Was ist denn jetzt los? Soll das PJ wirklich gesagt haben? Zu früh gegangen? Exklusivität verschwimmt? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die KL hinter der Aussage steht.... Zwischenruf, 17.03., 11:17: Dazu sage ich nur: Es ist und bleibt für die nächsten Jahre spannend. LG, Z. tiramizu , 17.03., 11:54: ... dann dauert es anscheinend auch noch ein paar Jahre bis der Herr kommen kann, um all die Seinen - ob in der NAK oder sonstwo - zu sich nehmen zu können. Soll man das als Generalentwarnung für die nächsten Jahre annehmen oder für einen winzigen Einblick in behutsame Änderungsstrategien, die bereits heute für einige Jahre feststehen? Sorry, das klingt nach Politik und dabei wird mir zu viel taktiert, als dass man seinen Focus auf das Wesentliche lenkt. mkoch, 17.03., 12:24: hier die Übersetzung des TROUW-Artikel: http://www.glaubenskultur.de/artikel-509.html störenfried, 17.03., 12:29: Wundert euch die aussage von Johanning wirklich? Das habe ich schon vor 10 Jahren von meinem damaligen Jugend-PR zu hören bekommen auf so gut wie alle meine Vorschläge zur Reform und Verbesserung der Jugendarbeit. Und vieles, was ich damals vorschlug, wurde dann wirklich, natürlich von denen, die es zunächst verteufelten, umgesetzt, im Abstand von 3-5 Jahren Dieses Spiel spielt die NAK immer. Trotzdem wird sich irgendwann zeigen, was Gorbi sagte: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben..." alle Kommentare lesen ... |
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anmerkungen |
| Das Interview führt M. Koch am Freitag, 18.03.05 | |
Johanning: „Sepers hätte seinen Willen bekommen“ Niederländische Zeitung TROUW greift Reaktion Lebers auf |
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anmerkungen | |
| Das Interview führt M. Koch am Freitag, 18.03.05 | ||
Johanning: „Sepers hätte seinen Willen bekommen“ Niederländische Zeitung TROUW greift Reaktion Lebers auf |
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Sepers, gerade hat Ihnen der Pressesprecher der Neuapostolischen
Kirche International, Peter Johanning, in der Zeitung TROUW
entgegengehalten, Sie hätten Ihr Amt zu früh abgegeben, denn die
Kirche sei auf dem Weg, die Exklusivität abzulegen. Warum haben Sie
nicht noch gewartet, z.B. bis zum Stammapostelwechsel an Pfingsten? Gerrit Sepers: Das war ja keine Entscheidung, die so plötzlich entstand. Schon seit einiger Zeit hatte ich mir sehr tiefgehende Gedanken gemacht und dann letzten Sommer habe ich gespürt: jetzt ist der Zeitpunkt da, jetzt will ich einen umfangreichen Artikel an den Stammapostel verfassen, der meine Situation beschreibt. Sicher, ich hatte daran gedacht zu warten. Aber ich glaube, dass das System die Männer und Frauen - am meisten natürlich die Männer - gefangen halten kann und umgekehrt auch die Männer in ihren Ämtern das System gefangenhalten. Ich habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass eine einzelne Person nur sehr schwer Veränderungen in einem System bewirken kann. Man wird viel eher zu einem Opfer des Systems. Daher hatte ich keine Erwartung mehr, dass sich in der Zukunft noch alles ändern wird. gk: Peter Johanning hat aber genau das zum Ausdruck gebracht: Die Kirche bewege sich bereits in „allgemein christliche Richtung“ und die Exklusivität verschwimme. Haben Sie das zum Schluss ihrer aktiven Zeit vielleicht gar nicht mehr mitbekommen? Sepers: Wann immer ich meine Haltung zur Exklusivität an jemanden geschrieben und auch öfters angesprochen hatte, bekam ich nie eine ganz direkte Antwort. Als ich dann aber den erwähnten Brief geschrieben hatte, da sagte man mir ganz deutlich: das Apostelamt ist unbedingt heilsnotwendig. gk: Wer hat Ihnen diese Antwort gegeben? Sepers: Das vom Stammapostel beauftragte Gremium. Als ich diese Antwort in den Händen hielt, habe ich gesagt: Nicht mit mir! gk: Und in welchem Rahmen hatten Sie das Thema schon vor dem Sommer 2004 angesprochen? Sepers: Bei Projektgruppensitzungen, am Tisch mit dem Stammapostel oder auch über offiziele Wege. Viele wußten schon lange, dass ich diese Meinung vertrete. gk: Auf Ihr Interview bei naktuell.de hat Bezirksapostel Leber recht deutlich reagiert und einige Ihre Kritikpunkt aufgegriffen und seine Position dagegen gehalten. Verstehen Sie ihn z.B. wenn er sagt, Sie hätten ein viel zu liberales Bild von der Katholisch-Apostolischen Kirche gezeichnet? Sepers: Das habe ich ja nie behauptet. Offiziell hat die KAK immer deutlich gemacht, dass sie innerhalb des Christentums eine Bewegung aktivieren wollte, die das Wiederkommen Christi in den Mittelpunkt stellt. Und sie hat immer gesagt, dass sie nicht allein das Gebrauchsrecht für den Heiligen Geist besitzt. Das wird auch heute dort noch so vertreten. Die Katholisch-Apostolischen haben sogar in einigen ihrer Schriften des 19. Jahrhunderts zum Ausdruck gebracht, dass man nicht unter Juden evangelisieren soll - eine Position, die erst 1948 durch den Weltrat der Kirchen ebenfalls vertreten wurde. Da kann man schon sagen: die KAK war fortschrittlich. gk: Bezirksapostel Leber hat ihnen auch entgegengehalten, die KAK habe nie das Reich Gottes im Menschen finden wollen, so wie Sie es offenbar wollen. Sepers: Das war ein wenig hineininterpretiert. Das habe ich nie behauptet. Ich werfe ihm vor, dass er mit seiner Reaktion den Eindruck vermittelt, ich hätte viel über die KAK geredet. De facto ging es darum nur am Rand. Was mich auch sticht, ist, dass alle wichtigen Punkt, die ich genannt habe, gar nicht thematisiert werden. gk: Wie stehen Sie insgesamt zu dem Brief? Sepers: Es wäre fair gewesen, wenn er seine Publikation in Kopie auch an mich geschickt hätte. Von einem Wissenschaftler, das sage ich ganz offen, habe ich ein höheres Kommunikationsniveau erwartet. gk: Er hat ja befürchtet, er müsste mit Ihnen in Dialog treten ... Sepers: Nein, überhaupt nicht. Aber wenn man etwas so geheimnisvoll publiziert, dann erhält das von vorneherein so einen komischen Beigeschmack. Warum hat er nicht einfach geschrieben: „Gerrit, so und so denke ich darüber...“? gk: Würden Sie mit ihm trotzdem noch über die Inhalte sprechen wollen? Sepers: Natürlich. Wenn er den Mut dazu hat, ich bin dafür offen. |
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| gk, 2005-03-22 | |
| © glaubenskultur Verlag 1996-2005 | |
Kommentare aus dem gkForum optimister, 17.03., 11:07: Zitat: Peter Johanning, Sprecher der Neuapostolischen Kirche International, erklärt in dem Artikel, er sei nicht sonderlich erfreut, dass Lebers Brief öffentlich bekannt wurde. „Wir wollen durchaus eine Debatte über die Exklusivität unserer Kirche führen, allerdings hinter geschlossenen Türen“, so sein Statement. Der Pressesprecher des Stammapostels ging sogar soweit zu sagen: „Die Exklusivität verschwimmt. Gerrit Sepers ist wirklich ein paar Jahre zu früh gegangen. Hätte er nur gewartet, dann hätte er seinen Willen bekommen.“ Bitte? Was ist denn jetzt los? Soll das PJ wirklich gesagt haben? Zu früh gegangen? Exklusivität verschwimmt? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die KL hinter der Aussage steht.... Zwischenruf, 17.03., 11:17: Dazu sage ich nur: Es ist und bleibt für die nächsten Jahre spannend. LG, Z. tiramizu , 17.03., 11:54: ... dann dauert es anscheinend auch noch ein paar Jahre bis der Herr kommen kann, um all die Seinen - ob in der NAK oder sonstwo - zu sich nehmen zu können. Soll man das als Generalentwarnung für die nächsten Jahre annehmen oder für einen winzigen Einblick in behutsame Änderungsstrategien, die bereits heute für einige Jahre feststehen? Sorry, das klingt nach Politik und dabei wird mir zu viel taktiert, als dass man seinen Focus auf das Wesentliche lenkt. mkoch, 17.03., 12:24: hier die Übersetzung des TROUW-Artikel: http://www.glaubenskultur.de/artikel-509.html störenfried, 17.03., 12:29: Wundert euch die aussage von Johanning wirklich? Das habe ich schon vor 10 Jahren von meinem damaligen Jugend-PR zu hören bekommen auf so gut wie alle meine Vorschläge zur Reform und Verbesserung der Jugendarbeit. Und vieles, was ich damals vorschlug, wurde dann wirklich, natürlich von denen, die es zunächst verteufelten, umgesetzt, im Abstand von 3-5 Jahren Dieses Spiel spielt die NAK immer. Trotzdem wird sich irgendwann zeigen, was Gorbi sagte: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben..." alle Kommentare lesen ... |
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