Het apostolische
geloof in
Nederlands Indië
Bron: Unsere familie 1935.
Tekst: in de Duitse taal
met vele foto,s

Apostel F. W. Schwarz
Wir bilden eine große Familie
und wohnen weit zer- streut. Umsomehr lieben wir uns und
stehen zu- einander in treuem, stetem Gedenken. Heute
wollen wir unseren Blick auf die Geschwister richten,
die weit von Europa, unter tropischer Sonne und bunten
Völkern leben: in Niederländisch-lndien.
Sie haben es schwerer als wir:
Wir bewohnen einen Kontinent, der jeglichen Vorzug
hinsichtlich Verkehr und Sprache, Gesittung und Lebens-
möglichkeit genießt. Wir stehen vor allen Dingen in eng-
ster Verbindung mit der Mehrzahl der Apostel und dem
lieben Stammapostel.
Ganz anders ist es auf Java und den anderen Inseln. Ihre
Bewohner sind verschiedenen Blutes und pflegen eine
Unzahl von Sprachen. Sie leben unter primitiven und
schwie- rigen Verhältnissen, befehden sich untereinander
und lenken den Blick nur wenig über das Alltägliche
hinaus und zum Göttlichen empor. Trotzdem — sie halten
zäh am religiösen sowie jeglichem Erbe ihrer Väter fest
und sind der wahren Gottes-Botschaft schlecht zugänglich.
Insbesondere tragen jene Eingeborenen, die dem
mohamedanischen Glauben angehören,
eine unverkennbare, ja zuweilen fanatische Abneigung
gegen

Apostel F. L. Anthing
das Christentum. Nur wenige sind
es, die Christi Lehre kennen und erfüllen.
So legen sich viele Hindernisse in den Weg, den sich
unsere Glaubensbrüder bahnen.
Es erfüllt uns daher mit doppelter Freude und Genug-
tuung, wenn im folgenden berichtet werden kann, daß
trotz aller widrigen Umstände unsere Arbeit auch in den
nieder- ländischen Kolonien in ständigem Aufbau und
Wachsen begriffen ist.
Halten wir einmal Rückschau und Ausschau:
Begonnen wurde mit dem Werke Gottes durch den Apostel F.
L. Anthing im Jahre 1881. Herr Anthing hatte bis dahin
die Stelle eines hohen Staatsbeamten inne. Trotz aller
äußeren Ehren und wichtigen Aemtern blieb er das, was er
immer war: ein tiefgläubiger, opferbereiter und wahr,
haft christlicher Mensch. Deshalb war es eine
Selbstverständ- lichkeit, daß er nach seinem Abschied
aus dem Staatsdienste sich erst recht dem Glaubensleben
widmete und sein Streben dahin ging, Missionsarbeit
unter den Javanern zu leisten. Mit acht Missionaren und
einer Schule von dreißig jungen Eingeborenen nahm er
diese seine Aufgabe in Angriff. Er reiste umher,
predigte das Wort Gottes und gründete christ-
liche Gemeinschaften. Weder Geld noch Gut scheute er,
für...
die hohe Idee des Christentums einzusetzen. Der
Schwierig- keiten waren aber soviele, daß Herr Anthing
immer wieder von neuem beginnen mußte und ihm sein
ganzes Vermögen verloren ging. Aber Mut und Zuversicht
schwanden ihm nicht. Er fuhr nach Europa, um
Unterstützung zu erlangen. Viele empfingen ihn — aber
keiner half.
Da lernte er — es war wohl so im göttlichen Vor-
sehungsplan eingeschlossen — das neuapostolische Werk
kennen und zwar in Amsterdam. F. L. Anthing wurde
bekannt mit dem damaligen Apostel F. W. Schwarz. Sie
sprachen mit- einander, Herr Anthing vertiefte sich in
das apostolische Wollen und kam zu dem Entschluß, seine
Kraft dem Ziel zu schenken: die neue Gottesbotschaft in
Niederländisch- Indien zu verkünden und auszubreiten.
Nach geraumer Zeit empfing er das Amt eines Apostels und
kehrte nach Java zurück. Das geschah im Jahre 1881.
Apostel Anthing be- gann gleich, sein segenvolles Wirken
zu entfalten. Er suchte an allen Ortont die Eingeborenen
auf, verkündete ihnen Gottes Wort und schuf den
Grundstock zu vielen Gemeinden. Wie schmerzlich berührte
es da alle, die ihn kannten, als sie von seinem
plötzlichen und tragischen Tode hörten: Herr Anthing
fiel einem Verkehrsunfall zum Opfer.
Nachfolger in seinem Amte wurde zunächst einer seiner
früheren Missionare namens Lim Tjoekim, ein geborener
Chinese. Auch ihm war keine lange Tätigkeit beschieden.
Im Laufe der weiteren Jahre ging das Apostelamt über an
die Glaubensbrüder Hanibals, Jacobs und Schmitz, bis am
24. Februar 1928 dem gegenwärtig amtierenden Apostel G.
Faassen die Leitung der dortigen Gemeinden anvertraut
wurde.
Apostel Faassen verfügt in Ostindien über sechs Ge-
meinden, die größtenteils aus Europäern, einigen
Chinesen und Einheimischen bestehen. Sicherlich würde
die Anzahl noch größer sein, wenn zu den eingangs
erwähnten erschwe- renden Umständen nicht noch hinzukäme,
daß
die.meisten...

Apostel Um Tjoekinn
europäischen Glaubensfreunde bei
beendeter Tätigkeit in den Kolonien nach dem Mutterlande
zurückkehren. Gerade sie sind die geeigneten Amtsträger.
Außer diesen von Apostel Faassen geführten Gemein- den
besteht auf der Insel Java seit 1899 eine Gemeinschaft
unseres Glaubens, die aus Eingeborenen zusammengesetzt
ist und stets von einem besonderen einheimischen Apostel
be' treut wird. Dennoch gehört dieser javanische Bezirk
zum Bereich des europäischen Apostels, und beide
unterstehen wieder dem Apostel im Mutterlande,
gegenwärtig also dem Glaubensbruder van Oosbree.

Apostel G. Faassen
Zu der Geschichte dieser
javanischen Gemeinde sei fol gendes gesagt:
Aus der Schar der Missionare, die F. L. Anthing um sich
gesammelt hatte und die gleich ihm späterhin zur neu-
apostolischen Glaubensbewegung kamen, ragte der Javaner
Sadrach vor. Die Eingeborenen schätzten ihn, 'hörten auf
seinen Rat und ließen seine Anschauungen gelten. Es war
natürlich, daß sie im Glaubensleben die gleichen
Schritte wie er unternahmen und so zur gegebenen Zeit
eine Gemeinde von etwa 5 000 Mitgliedern bildeten.
Sadrach führte sie als Apostel getreulich bis zu seinem
im Jahre 1924 erfolgten Tode.
Die erfreuliche Entwicklung, die unser Bestreben nahm,
wurde leider durch den Nachfolger in Frage gestellt. Es
war Bischof Jotham Mertoredjo, der Schwiegersohn
Sadrachs, der sein dem Apostelkollegium gegebenes
Treueversprechen als Apostel der javanischen Geschwister
nicht einlöste, sondern eigene Wege zu gehen versuchte.
Anfang 1934 erfolgte aus den Reihen der Gemeinden heraus
Widerspruch gegen die Handhabung seines Amtes. Einige
Vorsteher der von Merto- redjo vernachlässigten
Geschwister wandten sich an die Apostel Faassen und van
Oosbree und baten um die Ernennung
einer neuen Führung. Mehr als 4 500 Geschwister
bekundeten
diesen Willen.

Die beiden Apostel Faassen und Kepas samt den
Bezirksältesten und anderen Amtsbrüdern.
Wir wissen,
daß uns ein solcher Vorgang in Europa und anderswo nicht
beschieden sein könnte. Er wird uns aber verständlich,
wenn wir die gegebenen Umstände, unter denen jene
Distrikte eben zu leiden haben und die wir auch bereits
schilderten, in Rechnung stellen.
Es wurde also eine neue Aussonderung vorgenommen, die
als Ergebnis hatte, daß man zum Apostel Kepas Tjitry-
wirjo, zum Bischof Kenoh Soetoredjo und zum Aeltesten
Markam artosoedarma ernannt wurden. Apostel Faassen
vereinbarte Mitte März
mit der neuen Leitung und den Vorstehern eine
Zusammenkunft, die regsten Besuch und An- teil fand.
Ueber diese Versammlung ging dem Apostel Oosbree ein Be-
richt zu, dem wir nach- stehende Hauptzüge ent- nehmen :
Am Sonnabend, dem 17. März 1934, versams melten sich im
Hause des Bischofs Kenoh Soeto, redjo in Karangdjoso die
Vorsteher der javanischen Gemeinden zu einer be-
sonderen Zusammenkunft, an der außerdem noch etwa 250
Brüder und Mit- glieder teilnahmen. Auch Apostel Faassen
und Hirte Widemann waren zugegen.
Der Zweck dieses Beisammenseins bildete in
Die beiden Apostel Faassen und Kepas beiderseits des...

Die beiden Apostel Faassen und Kepas beiderseits des
kleinen tisches ( daraufdas bild des Apostels van
oosbree) sonst einen teil der gemeinde magelang.
erster Linie die Mitteilur über die Genehmigung se tens
des Apostels van Oo: bree, daß drei Brüder zut Apostel,
Bischof und Ae testen ernannt worden sin(
Apostel Faassen wandi sich an die Betreffende mit der
Frage: Ihr Brr der Kepas Tjitrowirjo, Ken Soestoredjo
und Markas
Martosoedarmo, seid ihr von ganzem Herzen mit de euch
vorgelesenen Beschlu des Apostels van Oosbre
einverstanden, ohne daß i dieser Hinsicht ein Zwan auf
euch ausgeübt worde ist? Ist es euer Vorhabet nach
bestem Vermögen m den anderen Aposteln n sammenarbeiten
zu wollen
Diese Fragen wurde von den Angeredeten m: einem lauten
und freudige: Ja beantwortet.
Dann frug Apost, Faassen die Anwesenden Ihr Brüder und
Schwesterr stimmt ihr ohne Einschrän kung der
Aussonderung die ser drei Brüder zu?
Sie erwiderten: Vo: ganzem Herzen und bekräl tigten ihr
Einverständnis m einem dreimal wiederholte: Amen. —
Ein Jahr ist seitdem vergangen. Wir können die erfret
liche Feststellung machen, daß Führung und Gemeinde ir
Wort halten und wahrmachen. Immer weiter schreitet uns(
Glaubenswerk fort. Hand in Hand arbeiten die Apost(
Faassen und Kepas. Zusammen wird überlegt und gebar delt,
organisiert und aufgebaut. Ständige Zusammenkünfte
vom Apostel bis zu den Vorstehern, halten unser Wirke
lebendig und geben Gewähr dafür, daß Gottes Botschaft
auc
auf Java einer neuen und bkständigen Blüte entgegen geht!
Bron:
Unsere familie 1935.
15-12-2006