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Rouwdienst
van Stamapostel Ernst Streckeisen.
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Beisetzung und Trauerfeier
für Stammapostel Ernst Streckeisen

Trauergottesdienst in der Kirche Zürich-Mattenhof

Apostel Rockenfelder sen. am Grab des Stammapostels Streckeisen
Während sich unsere Geschwister am Nachmittag des 17. November 1978 in unserer
Kirche in Zürich-Mattenhof und den angeschlossenen Gemeinden in der Stadt Zürich
zum Trauergottesdienst versammelten, befanden sich 43 Apostel und die
Leidtragenden am Grab auf dem Friedhof Fluntern zu Zürich. Dort leitete Apostel
Gottfried Rockenfelder sen. die Beisetzung der sterblichen Hülle unseres
Stammapostels Ernst Streckeisen. Er sprach den Anwesenden Trost zu mit den
Worten, die der Herr dem Propheten Jeremia gegeben hatte: „Denn ich weiß wohl,
was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und
nicht des Leides, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet" (Jer. 29, 11).
Apostel Rockenfelder fuhr fort und sagte:
„Wir alle sind Wartende auf den, der unsere Seele liebt. Wir warten jetzt auf
den Trost aus der Höhe, den er uns schenken möge, und wir sind mit dem vereint,
den wir dahingeben im Warten auf den großen Tag der Erlösung, auf den Tag
unserer Heimholung, den wir nicht nur erwünschen und erhoffen, sondern von dem
wir wissen, daß er kommen wird.
Der Herr sagte zu Jeremia am Ende: ,Ihr werdet mich anrufen... und ich will euch
erhören ... Ihr werdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem
Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen' (Jeremia 29,
12-14). So sage ich zum Abschluß: Der Herr hat's gegeben, er hatte uns einen
wunderbaren Mann der Liebe gegeben. Seinen Weg der Liebe, das versichere ich
euch, gehen wir weiter bis zum Ende! Er hatte uns einen Mann des Glaubens
geschenkt, und seinem Glauben hängen wir an; es war kein Phantom, sondern eine
freudige Überzeugung seines Herzens. Nun hat ihn der Herr von dieser Erde
genommen, aber nicht um uns Leid zuzufügen, sondern um unsere Seelen mit ihm
bereit zu machen für die kommende Herrlichkeit. Darum sagt auch die Schrift: ,Und
der Name des Herrn sei gelobt.'
Was an unserem teuren, verehrten und vielgeliebten Stammapostel Streckeisen der
Erde angehört, das geben wir der Erde mit den Worten: Erde zu Erde, Staub zum
Staube, Asche zur Asche. Deinen Geist und deine Seele aber befehlen wir in den
Schoß deines Senders, in die Arme dessen, der dich geliebt hat und den du so
sehr geliebt hast, daß du dort warten mögest auf den Tag unserer ewigen
Vereinigung.
Der Herr segne und behüte euch, er lasse leuchten sein Angesicht über euch, der
Herr erhebe sein Angesicht auf euch und schenke euch seinen Frieden!"
In Zürich-Mattenhof, wo Apostel Gottfried Rockenfelder sen. den
Trauergottesdienst hielt, empfing die Gemeinde die eintretenden Apostel mit dem
Lied: „Die Sach' ist dein, Herr Jesus Christ."
Nach dem Gebet las Apostel Rockenfelder das Textwort aus 1. Petrus 5, 6.7vor:
„So demütiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhöhe zu
seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch."
Danach forderte Apostel Rockenfelder den Apostel Urwyler auf, den Lebenslauf des
heimgegangenen Stammapostels zu verlesen. Wir lassen hier eine gekürzte Fassung
folgen:
„Der heimgegangene Stammapostel war am 19. Oktober 1905 in St. Gallen geboren
worden. Er war das erste Kind des Ernst Rudolf Streckeisen und seiner Ehefrau
Albertine geb. Belauer. Eineinhalb Jahre später wurde sein Bruder Karl geboren.
Das zeitliche Glück blieb der Familie nicht lange erhalten. Vor dem dritten
Geburtstag unseres lieben Heimgegangenen wurde sein Vater in die Ewigkeit
gerufen. Unerbittlich kehrten Not und Armut in die Familie ein. Jetzt aber wurde
die Hand Gottes sichtbar. Im Tiegel der Trübsal wurden Mutter und Kinder mit dem
neuapostolischen Glauben bekannt. Am 6. August 1910 haben sie das Siegel der
Gotteskindschaft empfangen.
Nach seiner Schulentlassung absolvierte der Verstorbene eine kaufmännische Lehre.
Danach fand er trotz herrschender Arbeitslosigkeit in verschiedenen Unternehmen
Arbeit. Schließlich trat er eine Stellung bei der Stadtverwaltung in St. Gallen
an, wo er sich durch entsprechende Leistungen emporarbeitete. In seiner
beruflichen Tätigkeit sah er aber nicht die Erfüllung seines Lebens. Schon als
Jüngling fühlte er in seinem Herzen den Drang, auch anderen Menschen den
Weg zur Gotteskindschaft und zum ewigen Leben zu weisen. Im Dienste Jesu zu
stehen war seine größte Freude. Seine Tätigkeit im Werke Gottes wurde auch von
einem bestaunenswerten Segen begleitet. In den folgenden Jahren wurden...

Vor dem Grab: Stamapostel Urwyler (rechts), Bruder Wallisch mit Frau ( Tochter
des Stamapostels Streckeisen) und Schwester Gut ( v.r.)
ihm immer verantwortungsvollere Ämter in der Neuapostolischen
Kirche übertragen. Im Jahr 1927 empfing er das Amt eines Unterdiakonen. 1930
wurde er Diakon und bald darauf Priester. 1933 wurde er zum Bezirksevangelisten
und 1941 zum Bezirksältesten gesetzt. 1951• wurde ihm das Amt eines Bischofs
übertragen und 1952 das Apostelamt. Im Jahre 1953 empfing er das hohe Amt eines
Bezirksapostels, das er bis zu seiner Einsetzung zum Stammapostel im Jahre 1975
getragen hat.
Über sich selbst hat der Stammapostel Streckeisen einmal geschrieben: ,Ich habe
im Leben gute Lehrer gehabt. Ihnen habe ich viel zu verdanken. Die erste
Lehrerin war meine Mutter. Mit ihren Worten
/ pflanzte sie einen festen Glauben in mein junges Herz. Wußte sie doch von
ihren Glaubenserlebnissen viel zu erzählen. Auch meine Sonntagsschullehrer habe
ich nicht vergessen. Durch die Amtsbrüder der Gemeinde arbeitete der Heilige
Geist an meiner Seele. Tiefen Eindruck machten auf mich die treuen Apostel des
Herrn und die Stammapostel Niehaus, Bischoff und Schmidt. Aber auch eine andere
Art von Lehrern half mit, den inneren Menschen zu formen, nämlich Not, Armut und
Ungerechtigkeit.'
Am 21. Oktober 1935 schloß der liebe Heimgegangene mit Selina Elisabeth Bruderer
den Ehebund. Wie glücklich und dankbar war er, eine treue und herzensgute
Lebensgefährtin an seiner Seite zu haben. In dieser gesegneten Ehe durfte als
einziges Kind die Tochter Elisabeth aufwachsen. Bitteres Leid traf den
Verstorbenen, als seine liebe Gattin am 28. September 1969 in die Ewigkeit
gerufen wurde. Vorbildlich beugte er sich unter den heiligen Gotteswillen.
Seither, und bis zu seinem Lebensende, durfte der edle Verstorbene im
gemeinsamen Haushalt mit seiner Tochter und dem Schwiegersohn sehr schöne Jahre
erleben.
Sein letztes Dienen im Werke des Herrn galt den Kindern Gottes in Südafrika.
Nach großen und segensvollen Gottesdiensten erkrankte er plötzlich und mußte
ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Der B. November 1978 war der letzte Erdentag
unseres Stammapostels. Wir wissen, der Tag des Herrn ist nahe, an dem wir ihn
wiedersehen im Lichte der Auserwählten und Heiligen Gottes."
Mit dem Lied: „Droben, wo die Lebensbäume ..." leitete der Chor die Ausführungen
des Apostels Gottfried Rockenfelder sen. ein, denen wir nachstehendes entnehmen:
„Wir können uns wohl kaum eine Vorstellung davon machen, wie der heimgegangene
Stammapostel in jener Welt empfangen worden ist, nachdem er von seinem Sender,
unserem Herrn Jesu heimgerufen wurde. Die Apostel Gut, Kitching und Fernandes
sowie ich waren beim Stammapostel und haben seinen Heimgang aus der Nähe erlebt.
In diesen trauervollen Augenblicken gab uns der liebe Gott das Wort: ,Was Gott
im Himmel will, das geschehe' (1. Makk. 3, 60). Der Stammapostel Schmidt hat oft
gesagt, daß unser Ende im Willen Gottes liegt, denn unserer Tage Zahl steht in
des Herrn Hand. Der Heimgegangene hat seine ganze Kraft, seine ganzen
Fähigkeiten und sein ganzes Können in den Dienst
des Werkes Gottes gestellt und hat alles, ...

Apostel Rockenfelder sen. (links) mit den Aposteln vor dem Trauergottesdienst im
Amterzimmer
was er an Gaben und Kräften besaß, in einer unbeschreiblichen
Liebe uns zugewandt. Niemand kann den Wert seiner Tätigkeit im Werke Gottes
schätzen.
So ist sein Heimgang ein schwerer Verlust für uns, aber der Herr, der in die
Tiefe führt, nimmt uns an der Hand und bringt uns wieder auf die Höhe. Nur in
der treuen Nachfolge kommen wir weiter und gelangen an das Ziel. Das Wirken des
Stammapostels war uns, den Aposteln, Ansporn zum Nacheifern. Er ist von uns
gegangen, aber er hat Segen zurückgelassen.
Sein Erbe ist ein unschätzbarer Reichtum an herzlicher Jesuliebe, an einem
starken, unbeweglichen Glauben und einer Hoffnung, die zu einer heißen und
brennenden Sehnsucht geworden ist, endlich nach Hause zu kommen. Dieser große
Segen hilft uns über die Tage der Trauer hinweg.
Zunächst gilt es, uns unter die gewaltige Hand Gottes zu demütigen. Aber in dem
vorgelesenen Wort heißt es auch,
/ daß er uns erhöhen wird zu seiner Zeit. Dazu kommt die Aufforderung: Alle eure
Sorgen werfet auf ihn, denn er sorgt für euch. Wir sind in Gottes Hand. In
seinen ewigen Vaterhänden lag der Anfang unseres Glaubens und wird auch die
Vollendung sein. Der Stammapostel Petrus hat unseren Geschwistern zugerufen:
Alle eure Sorgen werfet auf ihn, denn er sorgt für euch."
Apostel Urwyler diente mit. Er wies besonders darauf hin, daß der Apostelbezirk
Schweiz durch den Heimgang des Stammapostels viel verloren hat, denn der
Stammapostel, der von seiner Kindheit an unter den Geschwistern der Schweiz
lebte und ihnen jahrzehntelang diente, kannte den größten Teil der alten
Geschwister mit Namen. Es bestand eine liebevolle und herzliche Verbindung des
Stammapostels zu allen Gotteskindern.
Apostel Urwyler forderte die Geschwister auf, daran zu denken, was dieser Lehrer
der Gerechtigkeit so oft in ihre Herzen geschrieben hat: Wenn es durch dunkle
Stunden und Tage geht, dann bleibt nicht stehen, sondern eilt hindurch, der Herr
wird mit euch sein! „Denken wir auch daran", so sagte er, „daß alle
Apostelbezirke auf der ganzen Erde ebensoviel verloren haben wie wir in der
Schweiz. Wir werden reichen Trost finden, und wir sind dankbar, daß die Apostel
nach Zürich gekommen sind. Sie vertreten die vielen Brüder und Schwestern aller
Nationen, Sprachen und Hautfarben, die heute um den Stammapostel trauern. Sie
werden heimziehen und ihren Geschwistern sagen können: Es geht weiter in dem
Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung, in der uns unser heimgegangener
Stammapostel voraufgegangen ist und gelehrt hat."
Den Ausführungen des Apostels Gut entnehmen wir noch:
„Der Stammapostel Streckeisen hat in seinem letzten Gottesdienst den
Geschwistern zugerufen: ,Mein Herz zittert vor Begeisterung, daß wir Gottes
Kinder sein dürfen!' Nur wenige Tage später mußten sie die Nachricht hören, daß
der Stammapostel, der zu ihnen gekommen war, sie zu segnen und zu erfreuen,
nicht mehr unter ihnen weilte."
Apostel Gut schilderte, wie die meisten der Zuhörer den Sinn der Mitteilung
nicht verstanden, als in deutscher Sprache bekanntgegeben wurde, der
Stammapostel sei heimgegangen. Auch in Afrikaans hören sich die Worte ähnlich
an. Es entstand eine gewisse Unruhe, weil die Geschwister glaubten, der
Stammapostel sei in die Schweiz zurückgereist. Doch als sie dann den Sachverhalt
erfuhren, daß der liebe Gott den Stammapostel in die Ewigkeit abberufen hatte,
waren die Geschwister fassungslos. Viele von ihnen wurden ohnmächtig und mußten
hinausgetragen werden. Erst nachdem Apostel Rockenfelder den Geschwistern
zugerufen hatte: „Die Liebe hat ein Anrecht darauf zu weinen, das darf sie auch
hier, aber sie wird nicht haltlos", beruhigten sich die Geschwister wieder. Dann
fuhr Apostel Gut fort:
„Es ist wohl nicht zu ermessen, unter welcher seelischen Belastung Apostel...
Ein letzter Blumengruß
Rockenfelder diesen Gottesdienst zu Ende führte. Er sprach von
dem Erbe, das der Stammapostel zurückgelassen hat. Wir dürfen nun das Erbe
teilen. Der heimgegangene Apostel Schneider sen. hat, wenn von edlen Menschen
und ,feinen' Leuten die Rede war, gefragt: ,Haben sie schon geteilt?' Bei der
Teilung des Erbes kam ihre wahre Gesinnung zum Vorschein. Sie streckten ihre
Hand aus nach dem, was anderen gehörte und haben damit das Gedenken und Ansehen
ihrer Verstorbenen verletzt. Bei ihnen ging es so, wie Apostel Rockenfelder vor
dem Trauergottesdienst im Ämterzimmer gesagt hat: ,Jetzt ist es uns, als ob der
liebe Gott mit einem gewaltigen Pflug durch unsere Herzen gegangen wäre. Was
unten lag, ist nach oben gekommen, und was oben war, ist untergegangen.' Möge
Gott geben, daß wir mit dem Erbe, das uns der Stammapostel hinterlassen hat,
sorgsam umgehen und es segensreich bewahren und befolgen.
In der Nacht, als der Stammapostel im Krankenhaus lag und schon nicht mehr bei
Bewußtsein war, hat ein junger Bruder bei ihm gewacht, damit nicht fremde Leute
um ihn seien, sondern einer der Unseren bei ihm weilte. Dieser Bruder hat
erzählt, er habe für Stunden die Hand des Stammapostels gehalten und dabei
gebetet: Lieber Gott, gib du mir einen kleinen Teil von der Liebe, die dieser
große Gottesmann in seinem Herzen getragen hat, gib mir einen kleinen Teil
seiner göttlichen Weisheit und der Kraft seines Glaubens. Damit hat er sich
einen Teil von seinem Erbe erbeten.
Wie es um die Weisheit des Stammapostels bestellt war, zeigt eine kleine
Begebenheit. Etwa eintausend junge Geschwister von Kapstadt hatten einen Ausflug
gemacht. Einige von ihnen waren ungehorsam. Es geschah ein Unglück. Zwei
Schwestern und ein Diakon verloren bei einem Bootsunfall ihr Leben. Ich wandte
mich an den Stammapostel und fragte: ,Was soll ich tun, soll ich in Zukunft
solche Veranstaltungen nicht mehr erlauben und der Jugend solche Fahrten
untersagen? Dies ist nicht mein Wunsch, aber ich bin tief betrübt und frage dich.
Darauf kam die Antwort des Stammapostels: Es muß sich gar nichts ändern außer
dem Ungehorsam, alles andere bleibt. Er hat niemand verurteilt, aber er hat
darauf bestanden, daß wir in der Nachfolge bleiben."
Apostel Rockenfelder erwähnte noch, daß der heimgegangene Stammapostel am ersten
Januar dem Volk Gottes ein Grußwort gab, das als Abschiedssegen an dieser Stelle
gelten möge:
„Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten
über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir
Frieden" (4. Mose 6, 24-26).
Redactionele bijdrage:
Stamapostel Streckeisen behoorde tot de Clan van Friedrich
Bischoff, hij was ook door Friedrich uitverkoren om Apostel te mogen worden.
Alle tegenstand die hij tegenkwam betreffende de "Boodschap van Bischoff"
Strafte hij af met excommunicatie. Ook zijn mede Apostelen werden daar het
slachtoffer van, zo zetten hij de Apostel Otto Güttinger
( Geboren op 10-01-1907 en gestorven op 05-07-1960―dat is dus een dag voor het
overlijden van J.G.Bischoff. Hij werd op 07-12-1941 als Apostel geordend en in
1954 afgezet door Ernst Streckeisen, en geëxcommuniceerd. Wegens zijn
ongeloof ten aanzien van de "Stamapostel Boodschap" Zijn Vader Ernst Güttinger
was in 1951 al afgezet als Apostel. .
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